Benitz/Wiswedel: Auch das schienentaugliche Zapfwellenorchester von Otto Ttroppmann, Winfried Ruloffs und Ulrich Binnewies ist am Start

1020 az bericht draisinenfestBenitz/Wiswedel. Wie eine touristische Nachnutzung der ehemaligen OHE-Eisenbahnstrecke aussehen könnte, zeigte am Wochenende der Förderverein Ohretalbahn. Im Bereich des ehemaligen Bahnhofes Benitz-Wiswedel hatte dieser zum zweiten Bromer Draisinenfest eingeladen. Eigentlich sollte das Fest schon im Mai stattfinden, coronabedingt wurde es verschoben. Ein Abschnitt in Richtung Brome war von den Draisinenfreunden  vorbereitet worden.
Hin- und Rückfahrt zusammengerechnet, konnte so mehr als ein Kilometer auf den stillgelegten Gleisen zurückgelegt werden. Und zwar mit Muskelkraft: Gleich mehrere Draisinentypen – zum Beispiel Fahrrad- und Tretdraisinen – standen bereit. Dafür hatten befreundete Vereine ebenso gesorgt wie die  Draisinenbauer aus der Samtgemeinde Brome und aus Wittingen. Die Besucher hatten sichtlich Spaß mit den pedalbetriebenen Schienenfahrzeugen:
„Sehr gut“, gefiel es zum Beispiel Stefanie und Volker Christensen aus Benitz. „Das war cool.“ Gut kam auch eine Stellwand von Klaus-Peter Sebastian  an. Darauf konnten Interessierte anhand von Fotos und Informationen mehr über die frühere Eisenbahnstrecke Wittingen-Oebisfelde und insbesondere über den Bahnhof Benitz-Wiswedel erfahren. Zu OHE-Zeiten seien hauptsächlich Schüler und VW-Arbeiter befördert, im Güterverkehr seien Holz, Dünger und landwirtschaftliche Produkte umgeschlagen worden, heißt es im Text auf der Tafel. 1972 sei das Bahnhofsgebäude infolge eines Kurzschlusses ausgebrannt und danach abgerissen, 1974 der Personenverkehr auf dieser Strecke eingestellt worden.

Für Draisinen auf alten Gleisen gibt bereites eine Reihe an Beispielen in Deutschland. Auch der Förderverein Ohretalbahn macht sich für einen Streckenerhalt und eine solche Nutzung stark. „Es ist ein Kulturgut“, sagt Frank-Markus Warnecke als zweiter Vorsitzender des Vereins mit Blick auf die ehemalige OHE-Trasse. Er hofft darauf, die Strecke dauerhaft für Draisinenfeste nutzen zu können – vielleicht sogar zweimal im Jahr. Angedacht ist, einen Pool für Gewerbetreibende zu bilden. „Wir haben bemerkt, dass es zahlreiche Personen aus dem gewerblichen Bereich gibt, die uns Unterstützung zugesagt haben.“ Draisinen-Befürworter konnten sich auch an einer Unterschriftensammlung beteiligen. Eine ganze Menge
Unterschriften seien bereits zusammengekommen, so Warnecke, der sich bereits am Samstag über die Resonanz auf das Fest freute. Für Optimismus unter Draisinenfreunden sorgt unter anderem auch eine kürzlich in Wittingen vorgestellte Machbarkeitsstudie, die die Draisinennutzung für einen Bereich der Strecke auf Wittinger Gebiet untersucht hat. Diese habe aufgezeigt, das dort eine Nutzung mit Draisinen kostendeckend möglich wäre, so Warnecke.

Stärken konnten sich die Besucher bei einem Imbissstand der Bromer Hexenküche. Außerdem sorgte der zum schienentauglichen Zapfwellenorchester umgebaute Normag-Traktor von Otto Troppmann, Winfried Ruloffs und Ulrich Binnewies für schmunzelnd-staunende Blicke. Binnewies meinte mit Blick auf den Förderverein und das zweite Bromer Draisinenfest, es fehle an politischer Unterstützung. „Die Bevölkerung nimmt es an“, so Binnewies.

Von Alexander Täger
Foto: Alexander Täger
Quelle: Aller-Zeitung vom 6.10.20

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Benitz/Wiswedel: Zahlreiche Besucher steigen auf die Draisinen
1020 ik bericht draisinenfestWiswedel – Als echte Attraktion und touristischer Höhepunkt erwies sich das zweite Draisinenfest des Fördervereins Ohretalbahn am Wochenende am ehemaligen Bahnhof Wiswedel/Benitz. Aus den neuen wie aus den alten Bundesländern kamen bei bestem Herbstwetter immer noch mehr Interessenten, vom Kleinkind bis zu reiferen Semestern, um sich eine Fahrt mit Muskelkraft auf den Schienen zu sichern.

Ein Entgelt forderten die Veranstalter nicht, sahen aber Spenden als willkommen an, um diejenigen wenigstens einigermaßen zu entschädigen, die neun Schienenfahrzeuge nicht nur bereitgestellt, sondern auch an den Platz geschafft hatten. Frank-Markus Warnecke vom Vereinsvorstand berichtete, dass sich an den beiden
Tagen vor der Veranstaltung jeweils ein Dutzend Vereinsmitglieder an den Vorbereitungen beteiligt hätten. Die bis dahin ungenutzte Strecke war mit Gras, Sträuchern und allerlei Bäumen überwuchert und musste in gemeinschaftlicher Arbeit freigelegt werden.

Als Ziel des Draisinenfestes nannte Warnecke die Werbung für den Erhalt der Schieneninfrastruktur der alten OHE-Trasse von Wittingen bis Rühen mit Weiterführung bis Wolfsburg. „Ein mit dem Flecken Brome zu diskutierendes Modell könne darin bestehen, die Trasse als Grünes Band zu erhalten, wobei der eigentliche Gleisbereich als Offenlandbiotop für wechselwarme Reptilien durch Pflegemaßnahmen für den Draisinenbetrieb freigehalten wird“, sagte Warnecke. Auf beiden Seiten der Gleise könnten sich dann Hecken- und Baumbiotope ausbilden.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Michel, fügte hinzu: „Die Zerstückelung und der Verkauf an Trassenanlieger wird den Herausforderungen der Gesellschaft für eine notwendige Verkehrswende mit Stärkung des Nahverkehrs nicht gerecht.“ Eine Studie im Auftrag der Stadt Wittingen habe ergeben, dass ein weitgehend ehrenamtlicher Draisinenbetrieb sich wirtschaftlich trage und ein touristisches Highlight der Region darstelle. Dass die Veranstaltung zu einem kleinen Volksfest wurde, dafür sorgte ein passender Rahmen mit Getränken für jeden Geschmack, Deftigem vom Grill sowie selbstgebackenem Kuchen.

Von HORST MICHALZIK
Fotos: HORST MICHALZIK
Quelle: www.az-online.de

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Im Herbst und Winter hatten die Aktiven des Vereins den Bahnhofsbereich wie auch die Strecke in Richtung Brome vom Bewuchs befreit. Sogar das Gleis zur Rübenverladerampe konnte freigeschnitten werden. Der Verein würde gerne das nicht gerade kleine Areal in seiner Gesamtheit als historisches Erbe und als touristischen Anziehungspunkt erhalten.


Unverhoffte Erschwernisse an der OHE-Bahnstrecke Brome-Wiswedel!
Bromer Draisinenfest am 13./14.04.2019 in Frage gestellt???

Leider hat die Gemeinde Brome nun im Verwaltungsausschuss beschlossen, die unnötiger Weise kürzlich erstellte Barriere bei der Renovierung des Tülauer Weges / Kreuzung OHE-Bahnstrecke Richtung Wiswedel so zu belassen. Der eigentliche Urzustand wurde nicht beibehalten, sondern ohne Grund und Information an den Förderverein das Niveau so stark erhöht, dass ein Draisinenbetrieb zum Bahnhof Brome/Raiffeisengelände nicht mehr möglich sein wird.

So hat man (gezielt?) vollendete negative Tatsachen geschaffen, bevor die Gemeinde Brome überhaupt die Bahnstrecke gekauft hat. Besitzer ist noch immer die OHE-Celle! Darum befindet sich rechtlich aber auch moralisch die Gemeinde Brome auf keinem guten Wege!

Während in anderen Landkreisen wie Lüchow-Dannenberg sogar Mobilitätstage unterstützt werden, wirft man uns trotz ehrenamtlichem Einsatz an der Bahnstrecke Brome nun „Knüppel zwischen die Beine“. Eine gute Unterstützung sieht jedenfalls ganz anders aus, die Fortsetzung der erfolgreichen Veranstaltung 2018 als 1. Bromer Draisinenfest ist damit leider in Frage gestellt.

Es ist zu befürchten, dass die befreundeten Draisinenvereine und der Vorstand das geplante 2. Bromer Draisinenfest am 13./14.04.2019 absagen werden. Die bereits ehrenamtlich mit Hilfe der Wittinger und Hankensbütteler Draisinenfreunde erbrachten Rückschnittarbeiten sind umsonst! Schade, dass man so ohne Grund gegeneinander arbeitet.

Auch die bereits erfolgten Gespräche mit dem Museums- und Heimatverein / MHV Brome, welcher sich am 13./14.04.19 sehr gerne beim 2. Bromer Draisinenfest mit alten Bildern aus dem OHE-Archiv dargestellt hätte, wären dann Schall und Rauch.

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Nach unseren Vorplanungen für das zweite Bromer Draisinenfest am 13. und 14.04.2019 eine Woche vor Ostern haben die geplanten Rückschnittarbeiten nun mit immerhin zwei Gruppen begonnen. So konnten wir von der Draisinenabteilung im Förderverein Ohretalbahn doch wieder einiges an der alten OHE-Bahnstrecke ehrenamtlich bewegen. Schon vor Wochen wurde am Raiffeisen-Gelände Bahnhof Brome ein großer Container aufgestellt, welcher in der Zwischenzeit als abschließbare Geräte- und Draisinenunterkunft dienen kann.

Neben dem Aufräumen vom Unrat haben wir wieder mit nachwachsenden Sträuchern zu kämpfen. Außerdem stellten wir ein neues vorübergehendes Hindernis auf den Gleisen fest. Diesmal waren es keine Kartoffel-Lesesteine, sondern die provisorische Zufahrt zu den Anliegern Am Bahnhof im Zuge der Straßenbauarbeiten B 248 Brome-Voitze. Die vorläufige Zwischenlagerung des Straßen-Schreddergutes wird aber gewiss unser Draisinenfest 2019 nicht be- oder verhindern.

Neu war auch die starke Beteiligung und Wittinger Mithilfe beim Rückschnitt. Als Gegenleistung ist bei weiteren Rückschnitten die Mithilfe der Bromer Draisinenfreunde im Bereich Wittingen-Süd / Suderwittingen zugesagt. Diese Termine sollen noch 2018 stattfinden und rechtzeitig gemeinsam benannt werden.




April 2018 - Draisinenfest BromeApril 2018 - Draisinenfest BromeApril 2018 - Draisinenfest BromeApril 2018 - Draisinenfest BromeApril 2018 - Draisinenfest Brome







Impressionen vom Draisinenfest Brome

Schienennutzung durch den Förderverein Ohretalbahn ist an diesem Tag mit der OHE geklärt
Erstes Draisinenfest in Brome
Nach dem Erfolg in Wittingen, richtigen die Mitglieder des Fördervereins Ohretalbahn am 8. April ein Draisinenfest in Brome aus. Dort können die Besucher mit einer Draisine zwischen Brome und Wiswedel pendeln. © Foto: ArchivBrome. Wer noch nie auf einer Draisine gefahren ist, hat am Sonntag, 8. April, die Chance dazu. Der Förderverein Ohretalbahn lädt zum ersten Draisinenfest nach Brome ein. Von 10 bis 18 Uhr wird eine Draisine zwischen Brome und Wiswedel hin und her pendeln.
Auch wenn der Flecken Brome den Streckenabschnitt von der OHE noch nicht gekauft hat, wird es an diesem Tag keine Probleme mit der Nutzung der Schienen geben. „Wir haben uns explizit von der OHE die Genehmigung eingeholt, dass wir die Strecke nutzen dürfen. Außerdem haben wir eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen“, sagt Manfred Michel, Vorsitzender des Fördervereins Ohretalbahn. Das gleiche Procedere gab es vorab zum Draisinenfest in Wittingen.
Ausführliche Informationen gibt der Förderverein darüber, welche Ideen er für die künftige Nutzung der ehemaligen Bahnstrecke hat. Ganz nebenbei können die Besucher eine Fahrt mit der Draisine genießen. Treffpunkt ist das Saatbau-Gebäude in Brome. Der Einstieg liegt abseits des Verkehrs in der freien Natur. Zur Verfügung stehen eigene Draisinen und solche von befreundeten Draisinenvereinen. Die Fahrt ist kostenlos, Spenden werden gerne entgegengenommen. Für das leibliche Wohl wird mit dem Verkauf von Getränken und Grillgut Sorge getragen. Somit kann die ganze Familie an diesem Ereignis teilnehmen.
„Im Winterhalbjahr hat der Verein durch Arbeitseinsätze die Strecke der OHE für Draisinen wieder befahrbar gemacht“, berichtet Michel. Viele Hindernisse mussten aus dem Schienenweg geräumt werden. Der größte Brocken bestand in Steinhaufen auf einer Länge von 100 Metern, die bei der Feldbestellung als Abfall angefallen waren und dort deponiert wurden. „Glücklicherweise konnte auf Freunde zurückgegriffen werden, die mit schwerem Gerät der Sache zu Leibe rückten“, zeigt sich der Vorsitzende dankbar für die Unterstützung. Neben dem manuellen Beseitigen des Bewuchses im Bereich der Gleise half dem Verein noch ein für diese Zwecke ausgestattetes Pflegefahrzeug der Deutschen Regionaleisenbahn (DER).
Wie Michel erläutert, beabsichtigt der Verein mit dieser Veranstaltung auf die touristische und verkehrliche Bedeutung der Strecke für die Region aufmerksam zu machen. Als Zukunftsziel bestehe die Absicht, die Strecke als Ganzes zu erhalten. Als erstes Etappenziel sei die durchgehende Verbindung von Brome bis Wittingen angestrebt. Dazu, so der Vorsitzende, gibt es eine Zusammenarbeit mit Initiativen aus dem Stadtgebiet von Wittingen. Dort würden ähnliche Arbeiten an den dort befindlichen Streckenabschnitten ablaufen. Michel: „Wir erhoffen uns von der Veranstaltung die Möglichkeit, unsere eigenen Vorstellungen von der Verwendung der Strecke zu verbreiten und in einer anregenden Diskussionsrunde mit unseren Gästen weitere überlegenswerte Gesichtspunkte zu erfahren.“

Von Carola Hussak
Foto: Archiv
Quelle: www.az-online.de


 

Der Förderverein Ohretalbahn e.V. plant eine touristische Nutzung der Bahnstrecke von Wittingen bis Rühen mit Draisinen

(Text und Bilder von Dieter Junge; Brome) Als leider die Entwidmung der OHE-Bahnstrecke Wittingen-Brome-Rühen ausgesprochen wurde, beschloss der Förderverein Ohretalbahn eine Nachnutzung mit Draisinen auf den zum größten Teil der noch vorhandenen Bahnschienen. Im Jahre 2015 bekamen wir durch befreundete Fahrraddraisinenbesitzer unsere erste dreirädrige Draisine leihweise von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg (AVL) zur Verfügung gestellt. Um die regionalen Draisinenfeste in Wittingen, Lüchow, Wathlingen, Klötze, Parsau und Arendsee besuchen zu können, brauchten wir eine intensive Unterstützung hinsichtlich der Technik und der Transporte durch befreundete Draisinenvereine.

Somit half man sich unter den Draisinenabteilungen der Vereine gegenseitig: Arbeitsleistung beim Freischneiden der Trassen, dafür Nutzung bei Veranstaltungen mit der Fahrrad-Draisine und Hilfe beim Transport. Diese sehr kostengünstige Nachnutzung mit Draisinen bietet durchaus die Möglichkeit, die vorhandene historische Bahnlinie nicht nur für eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs zu erhalten, sondern auch für die Entwicklung der Touristik in unserer Region einen Beitrag zu leisten.

Arbeiten an der OHE-BahnstreckeArbeiten an der OHE-BahnstreckeArbeiten an der OHE-BahnstreckeArbeiten an der OHE-BahnstreckeArbeiten an der OHE-Bahnstrecke







Impressionen vom ersten Freischneideeinsatz

Alle Arbeiten werden ehrenamtlich erledigt. Darum sind wir natürlich über jede noch so kleine Mithilfe erfreut, denn sie macht durchaus einen nachhaltigen Sinn!

Unser dritter Freischneideeinsatz am Samstag, den 13.01.18 um 10:00 Uhr am Saatbau-Gebäude am Bahnhof in Brome findet auf den Gleisen Richtung Wiswedel/Radenbeck statt. Die Dauer bewegt sich im Bereich von ca. 3-4 Stunden. Verköstigung und Arbeitsgeräte (Astschere, Säge, Schaufel) werden mitgebracht, eine Arbeits-Draisine ist vorhanden, kurze Probefahrten sind möglich.

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Impressionen vom zweiten Freischneideeinsatz


Das Draisinenfest fand auf dem ehemaligen Bahnhof Parsau statt. Es ist ein Abschnitt von etwa einem Kilometer in südlicher Richtung bis zum Grillplatz befahrbar. Dort wird die Draisine gewendet und die Rückfahrt angetreten. Es wird eine geringe Unkostenbeteiligung für die Ausrichtung des Festes erhoben. Auf dem Bahnhof von Parsau konnten die Draisinen besichtigt werden und auf den Nebengleisen kurz ausprobiert werden. Auf dem Bahnhofsgelände wurden Getränke und Gegrilltes angeboten. Durch die Fahrt auf der von Bewuchs freigeschnitten Fahrtstrecke kann erfahren werden, wie man mit der Draisine abseits des Verkehrs die Gegend erkunden kann. Es ist daran gedacht, die Fahrstrecke schrittweise zu erweitern und dann zu einem noch größeren Fahrerlebnis zu gestalten. Dazu werden im Herbst und Winter weitere Fahrtstrecken vom Bewuchs befreit und für den Fahrbetrieb hergerichtet.

Plakat Draisinenfest: Edgar Heitz

 

 

 

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Draisinenfest

 

 




Hintergründe zum Draisinenbetrieb

Im Frühjahr wurde die Ohretalbahn von Wittingen über Rühen von Bahnbetriebszwecken freigestellt (entwidmet). Dazu hatten der Besitzer der Strecke, die Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE), und die an der Strecke liegenden Kommunen den Antrag gestellt. Auslöser für diesen von wenig strategischer Weitsicht geprägten Vorgang waren der Wunsch der Gemeinde Rühen, die Bahnflächen auf dem Gemeindegebiet für die Realisierung des Baugebietes Koleitsche zu verwenden. Die OHE hatte die Absicht, die Kosten der Betriebssicherungspflicht für die Strecke einzusparen, da keine Einnahmen auf der Strecke mehr erzielt wurden. Der Förderverein hatte sich gegen die Entwidmung gewandt und wurde dabei von maßgeblichen Kräften der Region wie Kreistag, ZGB, WOB-AG, Amt für Regionale Landesentwicklung und die Stadt Wolfsburg unterstützt. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sah sich trotzdem gezwungen, aufgrund des in absehbarer Zeit nicht nachzuweisenden Verkehrsbedürfnisses die Entwidmung auszusprechen. Der Förderverein betrachtet es als seine Aufgabe, die Flächen für die zukünftige verkehrliche Nutzung offen zu halten. Die Nutzung durch Draisinen bietet den Vorteil, kurzfristig eine Verwendung der Strecke zu realisieren und der Verkehrssicherungspflicht Genüge zu tun. Im weiteren kann dann in Ruhe überlegt werden, welche Nutzungen der Verkehrsinfrastruktur sich als geeignet erweisen. Auf jedenfall gilt es zu verhindern, dass die freiwerdenden Flächen einfach nur durch die an der Strecke liegenden landwirtschaftlichen Betriebe zum Durchpflügen zweckentfremdet werden. Durch Ihre Teilnahme am Draisinenfest unterstützen Sie unsere Bemühungen zum Erhalt der Strecke für enkelgerechte verkehrliche Nutzungen in der Zukunft.


 

Klaus-Peter Sebastian
"Unvergessene Kleinbahn Wittingen-Oebisfelde OHE-Strecke Wittingen-Rühen"

Das lesenswerte Buch kostet 24,50 € und ist im Verlag

Ingrid Zeunert
Hindenburgstr. 15
38518 Gifhorn
ISBN 978-3-924335-77-9

erschienen. Das Buch behandelt die Entstehungsgeschichte der Bahnstrecke und den Betrieb bis zur Einstellung des Zugverkehrs. Es enthält 100 Farb- und 84 Schwarzweissfotos. Das Buch ist im Bücherhandel oder auf der Verlagswebseite erhältlich.
[ Zur Webseite zeunert.de ]


 

Anberaumung einer Besprechung zur OHE-Strecke Wittingen bis Radenbeck

Motivation

Im Moment wird von vielen Seiten über die stillgelegt Trasse der OHE von Wittingen bis Radenbeck nachgedacht. Der Verkauf der Strecke steht erneut im Vordergrund. Der Anlass hierzu ist die Veräußerung des Arriva-Konzerns an die DB AG mit einer gleichzeitigen aus kartellrechtlichten Gründen bedingten Ausgliederung der Arriva-Deutschland-GmbH an die Trenitalia. Diese Gegebenheiten geben zu der Schlussfolgerung Anlass, dass die OHE wieder verstärkt versuchen wird, Strecken, die keinen Gewinn abwerfen, zu veräußern. Deshalb muss im Sinne einer zukunftsfähigen Erhaltung der Schieneninfrastruktur verstärkt nach wirtschaftlichen Anwendungen gesucht werden, um eine Entwidmung der Strecke mit einem nachfolgenden Verkauf zu verhindern. Es liegt auf der Hand zu überlegen, den Güterverkehr der Glunz AG und des Betonwerks Wiesensee verstärkt auf die Schiene zu bringen, um so die Strecke zu erhalten und gleichzeitig die Region von einem massiven Gütertransport auf der Straße zu entlasten.

  • MdL von Niedersachsen SPD
  • stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag
  • Mitglied des Kreistages
  • Bürgermeister von Hillerse

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte dem Vorstand sowie allen Mitgliedern des Fördervereins Ohretalbahn e.V. meinen herzlichen Dank aussprechen für Ihr Engagement zum Erhalt der Trasse der Ohretalbahn. Seit Februar dieses Jahres engagieren Sie sich unermüdlich für den Erhalt der Bahntrasse für den Schienenpersonenverkehr. Dabei hat der Verein im Blick, dass der künftige Bedarf an dieser Strecke eher wieder zunehmen dürfte. Die Steigerung bei den Energiekosten wird sich vor allem für den Individualverkehr einschneidend auswirken. Davon wird der Öffentliche Personennahverkehr profitieren. Bisher nicht oder wenig genutzte Strecken werden wieder attraktiv, da sie sich nach verkehrlichen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wieder rechnen. Mit der Aufnahme der Ohretalbahn-Trasse in das Regionale Raumordnungsprogramm ist dem Verein ein erster Erfolg gelungen. Ich hoffe, dem Verein werden weitere Erfolge beschieden sein. Bei den weiteren Zielen des Vereins, vor allem der Machbarkeitsstudie, werde ich sie gerne nach Kräften unterstützen, da ich der festen Überzeugung bin, dass Ihr Wirken von außerordentlichem gesellschaftlichem Interesse ist.

Förderverein Ohretahlbahn e.V.
Neue Straße 51
38559 Wagenhoff

E-Mail: kontakt@ohretahlbahn.de
Telefon: 05376-290